Juni 30, 2011
Kontaktanzeigen für Singles – gibt es Strategien für die „richtige“ Online Kontaktanzeige?
Was man mit einer Kontaktanzeige erreichen möchte, darüber gibt es keinen Zweifel. Man möchte einen Gegenpart kennenlernen, mit dem man eine Bekanntschaft schließt, im besten Fall sogar eine Partnerschaft gründet. Wie jedoch macht man in optimaler Weise auf sich aufmerksam? Aus drei Elementen besteht eine Kontaktanzeige im Internet – und jeden dieser Faktoren gilt es, mit einer gewissen Sorgfalt anzugehen. Es geht hier erstens um die textuelle Selbstbeschreibung, zweitens um das Hinzusetzen eines Fotos und drittens um die Ansprache des Lesers oder der Leserin. Und – generell – um die Unterscheidung zwischen einer Kontaktanzeige und einer Singlebörse (welche auch Partnerschaftsbörse genannt wird). In dieser letzteren geht es nicht um Anzeigen, sondern um ganze Profile, in welchen sich die Inserenten in kompletten Dateiwerken vorstellen können (und ihre Eigenschaften, Vorlieben und Vorleben bis ins Detail beschreiben). Die Kontaktanzeige jedoch verlangt – wie aus der Zeitung bekannt – ein präzises, kurzes Auftreten, welches gleichermaßen aussagekräftig und ergebnisorientiert ist.
Wie tritt man nun in einer Online Kontaktanzeige auf?
Eine zwei- bis dreizeilige Kontaktanzeige formuliert ein Inserent nur für die Leser, die ihn auch wirklich suchen. Das heißt, er oder sie muss nicht noch einmal betonen, dass es um die Thematik „Frau sucht Mann“ geht. Dies steht bereits – klar ersichtlich – in der Kategorienübersicht. Wichtig – und neu – sind äußere und biographische Merkmale (nämlich das Alter, Haarfarbe, Größe), authentische (und wahre) Eigenschaften bzw. soziale Rollen mit Alleinstellungscharakter (wie „Vegetarier“, „Bergsteiger“, „Klavierspieler“ oder ähnliches und der Ort (da im Internet die Kontaktmärkte überregional abrufbar sein können). In manchen Anzeigenforen besteht die Möglichkeit, ein eigenes Bild einzustellen. Ein privates Foto mit der Handykamera (oder auch mit einem Digitalapparat) reicht völlig. Porträtaufnahmen reichen völlig (auch des Profils). Wichtig ist hier: Die Fotos sollen privat, natürlich, im wahrsten Sinne ungeschminkt, freundlich und positiv wirken. Genau die Natürlichkeit überzeugt – denn auch die Leser entstammen dem wirklichen Leben.
Über die Adressatenanrede oder: Wen genau sucht man in einer Kontaktanzeige?
Wie bereits erwähnt, ist der Leser oder die Leserin von Kontaktanzeigen nicht zufällig auf die Inserate gestoßen. Sondern die Wahl des Mediums war eine bewusste Entscheidung im Rahmen der eigenen Partnerschaftssuche. Das heißt: Erwähnt der Inserent, wie alt er ist, definiert er indirekt, aber eindeutig bereits eine Zielgruppe. Ein 36jähriger sucht Personen zwischen 30 und 40 – und erhält von diesen die meisten Zuschriften. Wie kann er sonst noch seine potentiellen Leser ansprechen, so dass sie sich geschmeichelt, aufgefordert und angesprochen fühlen? Der Grundsatz lautet hier: Man nutze positive Allgemeinplätze, etwa Adjektive wie „flexibel“, „offen“, „positiv denkend“, „tolerant“ und ähnliche. Jeder Leser oder jede Leserin, der das Medium eines Kontaktanzeigenmarktes wählt, um dort nach „passenden“ Einträgen zu suchen, ist in einer gewissen Weise befangen und sozial isoliert (denn sonst würde er oder sie nicht Kontaktanzeigen wählen, sondern sofort und offensiv im „realen Leben“ Bekanntschaften erobern wollen). Trifft dieser nun auf positive Adjektive, die sich auf ihn, den Leser selbst, beziehen, dann ist dies eine direkte Aufforderung, sich zu melden.














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