Juli 30, 2010
Alleinstehende gab es zu allen Zeiten, aus unterschiedlichsten Gründen. So waren die gesellschaftlichen und finanziellen Bedingungen, die in früheren Zeiten zu einer Ehe führten, nicht von jedem erfüllbar. Zusätzlich wählten einige Menschen aus religiösen Gründen eine zölibatäre Lebensform, auch ohne dabei ein Kirchenamt auszufüllen. Auch in der heutigen Zeit hat das Singleleben unterschiedliche Hintergründe, wobei die wenigsten Menschen freiwillig lebenslang auf eine Partnerschaft verzichten. Viele jüngere Menschen haben das Scheitern der elterlichen Ehe erlebt und stehen deshalb einer festen Lebenspartnerschaft misstrauisch gegenüber. Sie bevorzugen mehr oder weniger kurzzeitige Bindungen, die unterbrochen werden durch Phasen des Singlelebens. In späteren Jahren kann es allerdings durchaus zu einer Eheschließung kommen. Nach einer schmerzhaften Trennung/Scheidung von derjenigen Person, die zuvor als dauerhafter Lebenspartner angesehen wurde, ist oft eine lange Zeit der Neuorientierung nötig. Einige beschließen im Anschluss an eine solch einschneidende Erfahrung, dass sie keinen festen Partner mehr an ihrer Seite haben wollen. Dasselbe gilt für Menschen, die durch den plötzlichen Tod des Lebensgefährten wieder zum Single geworden sind. Vielleicht werden sie irgendwann gezielt andere Singles suchen, die denselben Verlust erlitten haben. Außerdem sind noch die “Absolute Beginners” zu erwähnen, die trotz fortgeschrittenen Alters noch nie eine intime Partnerschaft erlebt haben. Ihr Singleleben beruht nicht auf Freiwilligkeit. Häufig sind eine ausgeprägte Schüchternheit, ein starkes Minderwertigkeitsgefühl oder ungünstige Lebensumstände die Ursache.
Vor- und Nachteile des Singlelebens
Das Leben als Single bietet viele Vorteile. Ein alleinstehender Mensch muss niemandem Rechenschaft über sein Privatleben ablegen und hat sich nicht zur Treue verpflichtet. Er hat viel Zeit für seine Freunde und die Ausübung seiner Hobbies. Auch eine konzentrierte Arbeit an der eigenen Karriere ist einem Single eher möglich als einem in fest liierten Menschen. Vor allem die Kinderlosigkeit bietet den Vorteil einer großen Ungebundenheit und Spontanität. Soweit genügend Geld vorhanden ist, sind ausgedehnte Reisen möglich, ohne auf Ferienzeiten zu achten oder den teuren Preis für eine ganze Familie zahlen zu müssen. Am Wochenende kann das Partyleben nach eigenem Ermessen ausgekostet werden. Der größte Nachteil des Singlelebens ist die Einsamkeit in den eigenen vier Wänden. Singles in Hamburg, Berlin, München und anderen Großstädten verfügen dabei über mehr kulturelle Ablenkungsmöglichkeiten, als der Alleinstehende auf dem Dorf. Im dörflichen Leben ist im Gegensatz dazu meist eine stärkere Vereins- und Familienanbindung gegeben.
Viele Singles suchen einen dauerhaften Partner
Um der Einsamkeit zu entfliehen begeben sich Singles auf die Suche nach einem passenden Partner. Manchmal wird dabei eine Familiengründung angestrebt. Ob die Singles Österreich, die Schweiz oder Deutschland ihr Heimatland nennen, die Möglichkeiten sind immer dieselben: Wer auf gesellschaftlichen Events, in privaten Fortbildungskursen oder beim Sportverein keine Erfolge erzielt, der kann eventuell eine kreativ gestaltete Kontaktanzeige in der Rubrik “Singles Suche” schalten. Wer mehr Geld investieren möchte, kann sein professionell gesteuertes Glück mit einer Partnervermittlung versuchen. Außerdem stehen die vielfältigen Möglichkeiten des Internets zur Verfügung. Flirtchats und Singlebörsen im World Wide Web haben schon so manches Paar vereint. Durch sogenannte “Flirtkurse” wird Schüchternen der Erstkontakt zum potentiellen Partner erleichtert.














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